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Familientag des Musikvereins Pfungen vom 30.08.09

Zu ungewohnt „später“ (10:15 Uhr) Stunde trafen 26 Musikantinnen und Musikanten inklusive Familie am Bahnhof Pfungen ein. Der diesjährige Ausflug stand ganz unter dem Motto: „Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah?“ img_1273 familientag09Und dem sollte dank sonnigem Wetter auch nichts im Wege stehen. Doch schon vor Erreichen des ersten Zwischenziels kam es am Bahnhof Bülach zu einem kleineren „Zwischenfall“: Es herrschte Uneinigkeit über die nächste Zugsverbindung. Da aber einige Musikanten ihr Musikgehör auch den Lautsprecherdurchsagen widmeten und der ganze Verein bewies, dass er nicht nur trommeln, flöten und posaunen, sondern auch ziemlich schnell rennen kann, erreichten man samt Kind und Kegel den Zug mit „ausserordentlichem“ Halt in Eglisau. Ob dieser „ausserordentliche“ Halt jedoch allein einer Fahrplanänderung der SBB oder gar der weitsichtigen Planung der Reiseleitung zu verdanken ist, wird für immer ein Rätsel bleiben.

In Eglisau angekommen, hatte man genügend Zeit, lockeren Schrittes zum alten Dorfkern am Ufer des Rheins zu schlendern, um sich dort gegen 11:30 Uhr einzuschiffen. Entgegen ersten bösen Vorahnungen konnte die Reisegruppe ohne Personenverluste die Wasserfahrt antreten, wären doch das Abhandenkommen des 2. Vizedirigenten, der 1. Klarinettistin sowie des OK-Präsidenten zahlreicher Vereinsfeste ein herber Schlag für die Musikanten gewesen. An Bord des „Rhysterns“, dem Flaggschiff der SZR Züri-Rhy Schifffahrtsgesellschaft AG, konnte man während der halbstündigen Fahrt stromaufwärts die Aussicht auf die Uferlandschaft geniessen sowie den regen „Wochenend-verkehr“ auf dem Wasser beobachten. In der Tössegg schliesslich wurde die Pfungener Fracht - in der Sprache der Schifffahrt ausgedrückt - gelöscht, um kurz danach die Fähre zur Flussüberquerung auf die Schaffhauser Seite des Rheins zu besteigen.

Sobald wieder fester Boden unter den Füssen vorhanden war, setzte sich die Reisegesellschaft auf Schusters Rappen in Bewegung. Nach einem etwas schmalen und steilen Aufstieg erreichte man den Murkathof auf der Schaffhauser Sonnenterrasse Buchberg. Von dort führte der Weg vorbei an Obstbäumen und Rebhängen zu der Besen-Beiz „Lindenhof“. Wem der Magen knurrte und wen der Durst ein wenig plagte, der kam spätestens jetzt auf seine Rechnung und konnte sich in der Hofschenke bei einem Stück Fleisch vom Grill und einer kühlen Erfrischung etwas erholen. Während die einen Pfungener unter der Pergola gesellig zusammen speisten, oder im Obstgarten die herrliche Aussicht genossen, zog es andere gar zu einer Hochzeitsgesellschaft, wobei diese dermassen entzückt gewesen war, dass es prompt noch ein kleines Abschiedsgeschenk mit auf den Weg gab.

img_1352 familientag09Nach der kräftigen Stärkung wurde aufgebrochen. Die Strecke führte vorbei an Wiesen und Äckern und schliesslich zu der malerischen, oberhalb des Rheins gelegenen Kirche der Gemeinden Buchberg-Rüdlingen. Hier wurde man mit einem traumhaften Ausblick über das Zürcher Weinland belohnt. Danach wurde der Abstieg zur Schiffsanlegestelle Rüdlingen in Angriff genommen, wo um 16:00 Uhr wieder der „Rhystern“ auf die Musikanten wartete. An Bord des Kursschiffes konnte man dann nochmals den auslaufenden sonnigen Tag geniessen und die gewonnen Eindrücke Revue passieren lassen, bevor man wieder in Eglisau den Zug zur Heimreise bestieg.

 

Martin S. Bont

 

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